Behandlungsspektrum

Dipl.-Psych. Lars Jacobsen | Kollwitzstraße 41 Berlin | Louisenstraße 66 Dresden

Häufig machen sich unsere seelischen Belastungen zuerst durch körperliche Beschwerden bemerkbar - diese können also mitunter ein psychosomatischer „Hilfeschrei der Seele“ sein. Andererseits führen manchmal auch erst unsere körperlichen Erkrankungen zu seelischen Konflikten. Genauso ernstzunehmende Hinweise sind aber auch beispielsweise mangelnde Zukunftsziele, geringes Selbstvertrauen und allgemeine Unzufriedenheit mit sich und dem Alltag. Psychische Probleme und Störungen sollten also mit derselben Ernsthaftigkeit behandelt werden wie körperliche Erkrankungen.


Für diese Beschwerden stehe ich zur Verfügung

Als approbierter Psychotherapeut bin ich für die Behandlung des gesamten Spektrums psychischer Probleme und Störungen mit Krankheitswert qualifiziert. Dazu können unter anderem zählen:

- Berufliche und/oder private Krisensituationen und Anpassungsstörungen (z.B. Mobbingfolgen, andauernde Trauerreaktionen nach Trennungen und Verlusten, chronischer Liebeskummer, Lebenskrisen)
- Burnout (Erschöpfungsdepression) und andere chronische Stressreaktionen
- Affektive Störungen wie Depressionen, Manien, manisch-depressive Mischformen, Dysthymien
- Angststörungen wie Panikattacken, soziale Ängste, generalisierte Angststörungen (exzessives Sich-Sorgen, ungerichtete Ängste, unsicheres Lebensgefühl, Zukunftsängste), Prüfungsangst, Phobien
- Zwangsstörungen (z.B. Kontroll-, Hygiene- und Grübelzwänge)
- Psychosomatische Beschwerden
- Essstörungen wie Magersucht, Bulimie, Binge-Eating oder krankhaftes Übergewicht
- Schlafstörungen
- Sexuelle Funktions- und Präferenzstörungen
- Suchterkrankungen (Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit, aber auch nicht-substanzgebundene Süchte, z.B. nach Sex, Konsum, Internet, Spielen, Arbeit, Karriere, Sport, Sammeln etc.)
- Posttraumatische Belastungsstörungen
- Dissoziative Störungen wie Derealisation, Depersonalisation, dissoziative Amnesien, dissoziative Identitätsstörungen (multiple Persönlichkeit)
- Symptommanagement bei psychotischen Störungen wie Schizophrenie (z.B. Umgang mit Stimmenhören und anderen Halluzinationen).

Jedoch kann eine Psychotherapie auch bei psychischen Belastungen, die sich nicht in diese Kategorien einordnen lassen, eine geeignete Behandlung darstellen. Manchmal sind die Schwierigkeiten, die uns in die Therapie führen, zunächst diffus und schwer zu (be)greifen. Es kann dann für uns zunächst „nur“ eine allgemeine Lebensunzufriedenheit und ein wiederholtes Nichtgelingen von Beziehungen feststellbar sein, deren Ursachen wir nicht oder nur unzureichend verstehen. Oder wir sind irritiert, weil wir immer wieder negative Rückmeldungen von anderen Menschen bekommen, obwohl wir selbst denken, dass wir doch vollkommen in Ordnung und die kritischen Reaktionen der Anderen absolut unberechtigt seien. Dies können Hinweise auf sich durch den bisherigen Lebenslauf ziehende „Hintergrundthemen“ und unflexible Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster sein, welche in der modernen Verhaltenstherapie oft „Schemata“ oder „dysfunktionale (also ungünstige oder schädliche) Lebens- und Persönlichkeitsstile“ genannt werden. Sind diese Lebensführungsstile sehr stark ausgeprägt und führen im Lebenslauf immer wieder zu mehr oder weniger gravierenden Folgeproblemen, spricht man auch von „Persönlichkeitsstörungen“ - ein, wie ich finde, problematischer weil verdinglichender Begriff, wie auch der Begriff „Störung“ überhaupt. Versteht man ihn jedoch nicht als „Ding in mir“, sondern im Sinne von „mein Verhalten und Erleben stört mich und/oder Andere immer wieder gravierend“, ist er eine brauchbare Abkürzung für das Gemeinte.
Die Liste solcher ungünstigen Lebens- und Verhaltensstile ist lang und variiert von Zeitalter zu Zeitalter und von Kultur zu Kultur. In unserer gegenwärtigen „westlichen“ Kultur mit den Werten von möglichst maximaler persönlicher Freiheit, Individualisierung, Ego-Denken und einer weitgehend totalisierten kapitalistischen Konsumsphäre zum Beispiel ist es keine Überraschung, dass sich mehr und mehr von uns mit einem mehr oder weniger narzisstischen „Lifestyle“ den Bedingungen anzupassen versuchen - und wir uns dann über Einsamkeit, oberflächliche Beziehungen und Sinnlosigkeit bis hin zur Suizidalität wundern.
Weitere Beispiele für Persönlichkeitsstörungen sind:
- Paranoide (misstrauische) Persönlichkeitsstörung
- Anankastische (zwanghafte oder perfektionistische) Persönlichkeitsstörung
- Dependente (abhängige oder unselbständige) Persönlichkeitsstörung
- Passiv-aggressive (widerständige, oppositionelle) Persönlichkeitsstörung
- Negativistische Persönlichkeitsstörung
- Schizotypische Persönlichkeitsstörung
- Schizoide (einzelgängerische) Persönlichkeitsstörung
- Aufmerksamkeitsheischend-theatralische (sog. „histrionische“) Persönlichkeitsstörung
- Emotional instabile (sog. „Borderline“) und impulsive Persönlichkeitsstörung
- Antisoziale (sog. „psychopathische“) Persönlichkeitsstörung.

Nicht zuletzt können uns auch philosophische bzw. existenzielle Themen (wie Tod und Todesangst, existenzielle Freiheit, Verantwortung, existenzielle Einsamkeit und Isolation, Sinnlosigkeit und Sinnfragen) in die Therapie führen, und auch bei der Behandlung aller weiter oben genannten Probleme spielt die Klärung dieser Themen erfahrungsgemäß oft eine wichtige Rolle.